Die Deichstadt – Neuwied am Rhein

Neuwied – die sogenannte Deichstadt – liegt auf der rechten Seite des Rheins in Höhe des Westerwalds im Bundesland Rheinland-Pfalz. Die ersten Funde menschlicher Besiedlung, die im Stadtteil Feldkirchen ausgegraben wurden, lassen sich auf das 10. Jahrtausend vor Chr. Geburt datieren, offiziell wurde die Stadt jedoch 1653 von Graf Friedrich III. gegründet, der sich die Stadtrechte von Kaiser Ferdinand III. verleihen ließ. Von da an wuchs die Stadt langsam aber stetig an, war Ende des 17. Jahrhunderts eine der ersten Freistätten für Religionsflüchtlinge in Deutschland und auch die Gewerbezweige wuchsen mit der Ankunft neuer Zuwanderer – so wurden um 1738 die noch heute bestehenden Rasselsteinwerke gegründet, in denen die Schienen für die erste deutsche Eisenbahn hergestellt wurden.
Da Neuwied wegen der Nähe zum Rhein alljährlich Hochwasserkatastrophen zu befürchten hatte, wurde 1928 unter der Leitung des damaligen Bürgermeisters Krupp mit dem Bau des rund 7,5 km langen Deichs begonnen, die Arbeiten wurden schon 1931 beendet.
Mitte des 20. Jahrhunderts wuchs die Stadt mit der Eingemeindung und dem Zusammenschluß der Orte Irlich, Engers, Gladbach, Oberbieber, Heimbach-Weis, Niederbieber-Segendorf, Altwied und Feldkirchen.
Heute hat Neuwied knapp 65.000 Einwohner auf etwas über 86 km² und gehört als staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort und Mittelzentrum mit zu den größten Städten in Rheinland-Pfalz.

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Besondere Attraktionen:
Zu den größten Sehenswürdigkeiten des Landkreises Neuwied gehören neben dem Schloss Neuwied, in dem auch heute noch der Fürst zu Wied residiert, der dazugehörige großzügige Schlosspark und die ehemalige Sommerresidenz der Fürsten zu Wied, Schloß Monrepos, in dessen “Waldheim” heute ein Museum für die Archäologie des Eiszeitalters zu besichtigen ist. Im Stadtteil Feldkirchen ist die Jahrhunderte alte Feldkirche zu bestaunen, der Zoo in Heimbach-Weis ist auch immer eine Besichtigung wert.